Die Mitglieder der 1953 wiedergegründeten Stadtkapelle in der heutigen Vereinsform, bildetet von Anfang an ihren eigenen Nachwuchs aus. So gab es bereits 1954, also vor über 60 Jahren, den ersten öffentlichen Auftritt des Nachwuchsorchesters in der Form eines Jugend-Konzertes im Wasserburger Rathaussaal. Die 30 Burschen spielten damals unter der Leitung ihres Lehrers Stadtkapellmeister Otto Hofmann.

Diese Nachwuchsarbeit zahlte sich aus und so gehört heute die Stadtkapelle Wasserburg mit den zwei großen Blasorchestern, dem Erwachsenenorchester mit ca. 70 Mitgliedern und der Jugendkapelle mit rund 50 Mitgliedern, zu den größten Blasmusikvereinen in Bayern. Seit rund 20 Jahren gibt es sogar noch eine 2. Jugendkapelle für die jüngeren Schüler, das sogenannte Anfängerorchester (Bläserjugend) mit rund 25 Spielern.

Die Jugendausbildung steht zur Zeit auf breitem Sockel. Die Stadtkapelle betreibt eine vereinseigene Bläserschule mit ca. 90 Schülern, die von 15 qualifizierten Musiklehrern ausgebildet werden. So ist es nicht verwunderlich, daß trotz aller Höhen und Tiefen, die in der über 60-jährigen Vereinsgeschichte zu durchlaufen waren, in den letzten Jahren die beiden Orchestern und auch kleine Spielgruppen bei Wertungsspielen fast ausschließlich erste Ränge mit Auszeichnungen erzielten.

Die Jugendkapelle wirkt in beiden Jahreskonzerten der Stadtkapelle mit, hat aber Ende Januar jeden Jahres ihr eigenes Jugend-Konzert im historischen Rathaussaal der Stadt Wasserburg. Hier werden den Jugendlichen im ersten Teil die Möglichkeit gegeben, ihr Können in kleinen Gruppen unter Beweis zu stellen. Auch das Anfängerorchester kommt hier schon zum Zuge. Den 2. Teil des Konzertes bestreitet dann die Jugendkapelle.

       

Auch andere Veranstaltungen - nicht nur ausschließlich musikalischer Art - werden regelmäßig durchgeführt. Einen besonderen Höhepunkt stellte 1996 und 2012 der Jugendaustausch mit dem Konservatorium Beer Sheva in Israel, gemeinsam mit der Kreisjugendarbeit Rosenheim, dar. Die jungen Stadtkapellenmitglieder sind an Pfingsten zwei Wochen als Gegenbesuch des Mandolinenorchesters nach Israel geflogen. Außer 4 Konzertauftritten standen kulturelle und gemeinschaftsbildende Maßnahmen auf dem Programm dieser tollen und sicherlich unvergesslichen Reisen.